Servus 2012
Hach, wie schnell doch so ein Jahr vergeht…
365 Tage, an denen kein einziger Artikel auf diesen Blog erschien…
Naja, was soll ich sagen.
Vielleicht hatte ich einfach besseres zu tun.
Oder aber es gab einfach NIX, das letztes Jahr wert gewesen wäre, dazu zu bloggen.
Aber zum Glück gibt es ja die „Watchmen” vom CCC, die für mich die wichtigsten Ereignisse des Jahres präsentieren:
In diesem Sinne: Bis 2013…
bonne année 2011
So… das Jahr 2010 ist abgehakt.
Ich muss mir zumindest keine Gedanken mehr um die URL www.pan2010.de machen.
Über www.pan2011.de denke ich noch nach. Wahrscheinlich die kommenden 365 Tage.
Aber ach, es ist ja sooo viel passiert 2010.
Wer erinnert sich nicht an all die Reissäcke, die in China (und anderswo) umfielen?
Und wer sich nicht erinnert bekam auf allen televisionären Kanälen die volle Packung Rückblicke präsentiert. (Kleine Besserwisserei: Nicht der Wurstesser von Sat1 war der Erste, der mit solch einem Konglomerat aus Würgereiz verursachenden Belanglosigkeiten versuchte, noch ein paar Hunde hinter dem Ofen und vor die Flimmerkiste zu locken.
Nein, die Kollegen vom Norddeutschen Rundfunk waren es!)
Da ich aber zu faul bin, selbst einmal in den Archiven zu stöbern, und all die (welt)bewegenden Ereignisse des Jahres noch einmal aufzuwärmen (und wenn ich nicht so faul wäre, hätte ich eben etwas besseres zu tun!)
Daher mache ich es wie alle bösen Räuber von „Qualitätsjournalismus” und bediene mich bei Anderen:
In diesem Sinne auch für 2011:
„Stay rude, stay rebel…”
„Klare Absage an die Schulversuche” !?
Der kurze Bericht der WAZ über die Tagung des Heiligenhauser Schulausschusses am Donnerstag verführte mich zu einem Kommentar, den ich dann aber für derwesten.de als zu lang erachtete.
Daher dieser mediale Weg, um meinem Kommunikationsdrang nachkommen zu können.
Der betreffenden Artikel berichtete über die Feststellung der „Verantwortlichen”, sich in Heiligenhaus nicht an den „…zwei Schulversuchen [die] das Land NRW aktuell am Start [hat]” zu beteiligen.
Sprich, es wird in nächster Zeit weder die gymnasiale Oberstufe zum „G9” (dem Abitur nach 13 Schuljahren) zurückkehren, noch wird an die Einrichtung einer „Gemeinschaftsschule” in Erwägung gezogen.
Besonders perfide empfand ich die durch die WAZ kolportierte Begründung der „Verwaltung und Politik”: „[…]die Teilnahme an diesem Schulversuch [bedeutet] die Aufgabe des bestehenden Angebots der Sekundarstufe I (Gesamtschule, Realschule, Gymnasium) […]”
So, so… Merke: Nicht „Aufgabe (eines Teiles) des Angebots” sondern „Aufgabe DES Angebots”.
Da wird also erst einmal der Teufel des „Entweder/Oder” an die Wand gemalt.
Man muss ja nicht gleich riepl’sche Ansichten vertreten, aber das hört sich doch ein wenig zu sehr nach „untergehendem Abendland” an.
Und das ausgerechnet von jenen „Verantwortlichen”, die bereits dafür gesorgt haben, dass eben jenes „bestehende Angebot” sich um das der Hauptschule verringert hat.
Aber davon ab, hier wird unterschwellig ein (absichtlich?) Falsches Bild einer „Gemeinschaftsschule” im Sinne dessen, was die neue „rot-grüne Minderheitsregierung” in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen hat, abgegeben.
Dafür müsste man aber erst einmal beginnen, sich ein Bild von dem zu machen, was das schwammige Wort „Gemeinschaftsschule” in diesem Falle überhaupt beinhaltet.
In der (eher emotional als rational) geführten „Bildungsdebatte” steht der Begriff für Allerlei von „Einheitsschule” bis „Gesamtschule”.
Irgendetwas, in dem die ganzen „geistig verwirrten Linksgrünen-Multikulti-Gutmenschen-Alt’68er-Spinner” in ihrer Idee von „liberté, égalité, fraternité” ALLE Kinder, Menschen, Geschöpfe gleichmacherisch in EINEN Topf schmeißen wollen. Denken die Einen.
Vielleicht die Chance, das dank PISA-, Shell-, KFN-, und sonstigen Studien und Expertisen offensichtlich als marode identifizierte Bildungssystem für die nachfolgenden Generationen gerechter, besser und menschen- statt leistungsorientierter zu machen. Denken Andere.
- „In Gemeinschaftsschulen werden Kinder auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen.”
So steht es in der Verfassung des Landes NRW. Artikel 12 Absatz 6. 28.Juni 1950 !!!
Ahso…
Konsumkritik? Kreativ!
Wenn Brüder konsumkritisch recherchieren, kommt allbei ein interessanter Link dabei heraus…
konsumpf
Große Reden – Teil I
Es gibt Worte, die bleiben aktuell…
Habemus Bundespräsident !
Welch ein Glück, dass in Südafrika am Mittwoch Spielfrei war… Wahrscheinlich ist mal wieder ein Intelektuellenmagazin für uns in die Bresche gesprungen – die haben ja einen ganz besonders guten Draht zur FIFA…
(Wobei, ich hätte meinen Hut gezogen, wenn die JU um 21:30 Uhr zum Autokorso aufgerufen hätte. Die sind doch sonst sooo kreativ…)
Na, egal… immerhin 1244 Menschen in …schland mussten sich so nicht um die wirklich wichtige Dinge kümmern und hatten die Muße, sich solchen Nebensächlichkeiten wie die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes zu widmen.
Kasperletheater at it’s best.
Ganz große Show. Und die Medien non stop live dabei… klar, gab ja auch kein Fußball an dem Tag…
Und alle stilisierten es zum GANZ GROSSEN Ereignis…
„Die Zukunft der Regierungskoalition steht auf dem Spiel” wurde schon getönt – vor allem aus dem Lager der Opposition…
Von den beteiligten Politikern gefeiert als „Große Stunde der Demokratie”, was nichts anderes heißt als: „Volk, halt die Fresse, wir machen das schön unter Uns aus…”
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Eine Kleine Aktion am Rande…
Verfasst von PAN unter Nonnenbruch, Politik am 21. Mai 2010
Nun ist die Landtagswahl schon seid ein paar Tagen vorbei, aber da gibt es noch eine Sache, die mir keine Ruhe ließ.
Diese §$%&# NPD Plakate an den Wahlwerbetafeln…
An anderer Stelle sind diese teilweise vandalistisch entfernt worden, aber im Nonnenbruch — dort wo diese rechtsextreme Vereinigung auch noch mit 1,7% ein im Verhältnis erschreckendes Ergebnis erzielte — blieben sie unberührt. Andere Politikerfratzen hingegen wurden auf derselben Wahlwerbetafel durchaus mit allerlei Grafitti, Aufklebern und anderen Statements versehen.
Selbst die an einigen Stellen im Stadtgebiet illegal (da nicht ordnungsgemäß angemeldet und bezahlt!) angebrachten Plakattafeln von ProNRW brauchten erst beherzte Bürger, um zu verschwinden.
Zwar hört man bei Nachfrage allerseits, wie selbstverständlich man dies ablehnt, aber irgendetwas zu tun, das scheint niemand zu wollen.
„Man lässt gewähren…”
Doch es gehört etwas mehr dazu, als zu versuchen das Problem mit Ignoranz zu lösen!
2007 bereits wurde von einer kleinen Handvoll Bürger vor der in Heiligenhaus aktiv werdenden ProNRW gewarnt. Ein aufklärender „Informationsabend” zu diesem Thema wurde von konservativen Kreisen mit völlig missinterpretierten Argumenten kleingeredet und sogar zum Boykott aufgerufen!
Wo sich anderorts in großen Initiativen alle Vereine, Institutionen, Einrichtungen, Gewerkschaften, Kirchen und Parteien geschlossen gegen Rechts stellen — und sei es nur für ergebnislose Schauläufe — bleibt es in Heiligenhaus bei lethargischem „Totschweigen”. Denn man will „diesen Parteien kein Podium bieten”, und außerdem „hat Heiligenhaus kein Naziproblem”.
Nein, aber 295 Menschen, die bei der Landtagswahl rechtsextreme Parteien gewählt haben!
ProNRW ist in Heiligenhaus die stärkste unter den „Kleinparteien” geworden. Im Nonnenbruch ist es sogar die NPD geworden.
ProNRW bekommt dank deren „Wahlerfolg” nun jährlich fast 100.000 € „Wahlkampfkostenerstattung” aus Steuergeldern! Na danke!
Aber wie das nun einmal mit mir ist: Ich lasse mich nicht durch die Handlungen anderer beeinflussen und muss halt im Zweifelsfall alleine etwas tun!
Nur: Was?
Einfaches entfernen der Plakate als Zeichen für deren Unerwünscht sein reicht nicht aus, mag es auch die effektivste Weise sein, deren Propaganda zu unterminieren.
Doch ich brauche einen etwas… kreativeren… Ansatz!
Eine Inspiration war die Aufforderung an den „Heiligenhauser Till Eulenspiegel”, sich um die ProNRW-Plakate ein mal in seiner „einwickelnden” Art zu kümmern. Mit den ProNRW-Plakaten hat das dank dem beherzten Handeln einiger Bürger, die diese Plakate „entsorgten”, bevor man sich an ihnen austoben konnte, leider nicht geklappt.
Aber die NPD-§$%&# wollte ich wenigstens noch auf „meine Art” Kommentieren.
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Die Landtagswahl im Wahlbezirk 2100
Verfasst von PAN unter Nonnenbruch, Politik am 10. Mai 2010
Am Sonntag haben Bürgerinnen und Bürger des schönen Landes Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag gewählt.
Eine interessante Wahl, deren Ausgang bis zuletzt spannend blieb. Kaum lagen erste Prognosen vor, war aber zumindest eines klar: Mit noch einmal 4 Jahren Schwarz-Gelb ist’s Essig…
Ales weitere… naja mal sehen… der lustige Koalitionspoker quer duch die Farbenlehre ist eröffnet…
Details zum Wahlausgang auf Stadtgebiet liest man am besten im heiligenhaus-blog.de
Dort gibt es neben einer Infografik, ein paar Fotos von der „Wahlparty” im Rathaus auch eine ausführlichere Analyse…
Hier soll es aber ausschließlich und im Detail um das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteil Nonnenbruch gehen.
531 Personen nahmen ihr Recht zur Wahl „ihrer” Volksvertreter wahr. 50,42% all jener (insgesamt 1166), denen im Nonnenbruch eben dieses, im Verständnis der Demokratie höchstes, Recht zugestanden wird (Briefwähler (113 = 9,6% der Wahlberechtigten) nicht mitgezählt). Das sind fast 10% im Vergleich zum Landesdurchschnitt (59,3%).
Damit liegt der Nonnenbruch im unteren Mittelfeld, was die Wahlbeteiligung angeht. Spitzenreiter war wieder einmal Isenbügel (71,18%). Schlußlicht die Oberilp (38,38%).
Wie aber nun haben die 531 Wählerinnen und Wähler des Nonnenbruchs entschieden?
Erststimme
Zunächst einmal: 10 Personen haben sich hier gar nicht entschieden. Sie gaben eine Ungültige Stimme ab. Das sind 1,8% der abgegebenen Stimmen und entspricht etwa dem Durchschnitt (ø Heiligenhaus: 1,7%; ø NRW: 1,6%). Erinnern wir uns: Zur Kommunalwahl lag die Anzahl von ungültigen Stimmen bei der Erststimme noch bei beeindruckenden 14,4%!
Bei den gültig abgegebenen Stimmen lag die Kandidatin der SPD, Elisabeth Müller-Witt, bei 244 Stimmen. Das entspricht 46,8% und ist somit prozentual das beste Ergebnis, dass die SPD-Kandidatin in Heiligenhaus holen konnte (ø Heiligenhaus: 36,74%).
Der Kandidat der CDU, Dr. Wilhelm Droste, kam auf verhältnismäßig schlechte 28,9% (151 Stimmen). Sein mit Abstand schlechtestes Ergebnis in einem Heiligenhauser Wahlbezirk.
Damit kann man wohl recht eindeutig sagen, dass der Nonnenbruch für die Sozialdemokraten (wieder) die Hochburg in Heiligenhaus ist!
Aber auch die andere „rote” Partei hatte hier im Nonnebruch ein grund zum Jubeln. Für ihren Kandidaten, Dr. Karl Mühlsiepen, gab es im Nonnenbruch mit 10,9% (57 Stimmen. ø Heiligenhaus: 6,15%) das mit Abstand beste Ergebnis. In keinem anderen Stadtteil wurde er „zweistellig”!
Susanne Stocks von den Grünen kam auf gute 9,2% (48 Stimmen) und erreichte damit fast genau ihren Durchschnittswert für die ganze Stadt (9,39%). Der Kandidat der FDP, Heinrich Bartels, lag mit 4,0% (21 Stimmen. ø Heiligenhaus: 5,38%) abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Zweitstimme
Auch wenn es bei der Stimme für die Landeslisten der Parteien vier mal mehr Möglichkeiten gab, sein Kreuzchen zu machen, sieht das Bild bei der Stimmenverteilung sehr ähnlich aus.
Die SPD dominiert den Wahlbezirk deutlich mit 43,4% (228 Stimmen) und erreicht hier ebenfalls ihr mit Abstand bestes Ergebnis in der Stadt. Das sind ziemlich genau 10% über ihrem Durchschnittswert in Heiligenhaus von 33,41%.
Genau umgekehrt zeichnet sich das Bild für die CDU, die mit mageren 24,5% (129 Stimmen) ihr schlechtestes Ergebnis in Heiligenhaus einfährt und sogar weit mehr als 10% unter ihrem Wert für ganz Heiligenhaus (36,74%) zurück bleibt.
Die Linke bekam ebenfalls ihr stadtweit bestes Ergebnis, verfehlte mit 9,9% (ø Heiligenhaus: 5,41%) allerdings ganz knapp die Zweistelligkeit.
Die Grünen kamen auf 9,5% (ø Heiligenhaus: 10,23%) und die FDP war ebenfalls Schlußlicht mit 4,0% (21 Stimmen. ø Heiligenhaus: 7,55%).
Dabei fällt auf, dass die FDP die einzige Partei ist, deren Erst- und Zweitstimmenergebnis identisch ist. CDU, SPD und Linke hatten bei der Erststimme jeweils ein paar Kreuzchen mehr ergattern können. Nur die Kandidatin der Grünen lag 2 Stimmen hinter dem Ergebnis der Zweitstimmen für ihre Partei.
Diese Verschiebung der Stimmen liegt eben an dem „Mehrangebot” bei der Zweitstimme. Hier buhlten 25 Parteien um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Einige davon waren auch schon zur Europa- und Bundestagswahl angetreten, andere standen zum ersten Mal auf einem Stimmzettel.
Und 45 (4,27%) Wähler machten von diesem Angebot gebrauch, und versahen ihr Kreuzchen bei einer der „sonstigen” Parteien.
Und wieder einmal zeigte sich, dass der Nonnenbruch nicht nur (wieder) eine sozialdemokratische Hochburg ist, sondern auch ansatzweise der extremen Rechten zuspricht. In keinem anderen Wahlbezirk konnten rechtsextreme Parteien ein auch nur ansatzweise ähnlich hohes Ergebnis erzielen. Allen voran die NPD, die auf erschreckende 1,7% (ø Heiligenhaus: 0,61%) kam und somit im Nonnenbruch mit Abstand die meistgewählte unter den kleineren Parteien war. Aber auch ProNRW (1,3%; ø Heiligenhaus: 1,46%), die REPs (0,5%; ø Heiligenhaus: 0,3%) und „Ab Jetzt…” (Volksabstimmung) (0,19%; ø Heiligenhaus: 0,09%) bekamen Stimmen. Insgesamt lag der Stimmenanteil aller Parteien rechts der CDU bei zusammen 3,8%. Ein Ergebnis, dass zwar zum Glück in keiner Weise Wahlentscheident war, aber dennoch zu Aufmerksamkeit mahnt. Denn auch wenn die Prozentsätze im Vergleich verschwindend gerin sind, zeigt sich doch über mehrere Wahlen (Europa, Bundestag, Landtag) ein gleichbleibender Anteil von Wählerinnen und Wählern, die ihre Stimmen rechtsextremen Parteien geben. Und dies sagt über die Verhältnisse im Nonnenbruch doch einiges aus…
Ansonsten konnte die Partei FAMILIE sehr stark punkten und holte im Nonnenbruch mit 1,3% (ø Heiligenhaus: 0,45%) ihr mit weitem Abstand bestes Ergebnis in Heiligenhaus. Auch die Partei RENTNER kam mit ebenfalls 1,3% (ø Heiligenhaus: 0,67%) sehr viel besser weg als anderswo. Allerdings gab es auch andere Stadtteile wie z.B. im Wahlbezirk um die Gerhard-Tersteegen-Grundschule oder in der Unterilp auf ähnliche Ergebnisse.
Etwas abgeschlagen waren die PIRATEN, die im Verhältnis nur magere 0,7% (ø Heiligenhaus: 1,41%) gewannen.
Dies spiegelt ein wenig die Bevölkerungsstruktur des Stadtteils wieder, da die PIRATEN eher von Jüngeren gewählt werden, während die RENTNER – wie der Name schon aussagt – eher unter Senioren ihre Stammwähler finden.
Weitere Stimmen gab es für: Die Tierschutzpartei (0,7%; ø Heiligenhaus: 0,78%), AUF (0,19%; ø Heiligenhaus: 0,04%), BIG (0,19%; ø Heiligenhaus: 0,3%) und die Zentrumspartei (0,19%; ø Heiligenhaus: 0,05%). Wobei interessant ist, dass die Zentrumspartei im Nonnenbruch 50% ihrer Stimmen (Eine von Zweien) bei der direkten Wahl erhielt (weitere 4 kamen durch Briefwahl).
Die restlichen 9 Parteien gingen im Nonnenbruch leer aus, wobei der „Bund für Gesamtdeutschland” (BGD) und die „Deutsche Demokratische Partei” (ddp) in Heiligenhaus überhaupt keine Stimmen bekamen.
Fazit
Insgesamt kann man deutlich erkennen, dass die SPD den Stadtteil nach den doch recht niederschmetternden Wahlergebnissen aus dem letzten Jahr wieder sehr deutlich für sich entscheiden konnte.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Sozialdemokraten ihrer zurückgewonnenen „Hochburg” zukünftig auch intensiv widmen. Und Thorsten Thus (CDU), „unser” Mandatsträger im Stadtrat sich nicht lumpen lässt und mit anständiger Stadtteilpolotik versucht, einige Wähler für seine Partei zurück zu gewinnen.
Leider aber ist man aus Erfahrung pessimistisch. Wahlergebnisse sind oftmals fast so schnell vergessen (oder verdrängt) wie die Versprechen aus der Wahlkampfzeit zuvor…
Die Ergebnisse der rechtsextremen Partein allerdings sollten Reaktionen aller Demokraten nach sich ziehen. Wir sollten nicht einfach so hinnehmen, dass im Nonnenbruch anscheinend ein kleiner aber fester Kreis von rechtsextremen Wählerinnen und Wählern etabliert hat.
Das überraschend gute Abschneiden der Rechtspopulisten von ProNRW in Heiligenhaus und in ganz NRW sollte ein zusätzlicher Warnhinweis sein. Denn auch wenn 1,4% (Landesweit) nicht ansatzweise ausreichen um in den Landtag einzuziehen (5%-Hürde), so bedingt diese Ergebnis doch zumindest die Auszahlung von „Wahlkampfkostenerstattung”. Und das bringt dieser rechtsextremen Partei immerhin für die nächsten vier Jahre fast 100.000,- € aus Steuermitteln. Geld, das anderswo sicherlich besser eingesetzt werden könnte…



